NORSEMAN 2005 – Ein Ironman? Eher ein Spaziergang im Vergleich …
Am 6. August 2005 stand für mich ein ganz besonderes Abenteuer auf dem Programm: die dritte Austragung des NORSEMAN in Norwegen. Wer glaubt, ein Ironman sei schon verrückt genug, der hat vom NORSEMAN noch nicht viel gehört. Nicht umsonst zählt er zu den härtesten Triathlons der Welt.
Die Distanzen entsprechen normalerweise einem klassischen Ironman: 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und zum Abschluss ein Marathon über 42,2 Kilometer. Soweit nichts Ungewöhnliches. Doch schon vor dem Start zeigte Norwegen, wer hier das Sagen hat. Das Wasser war so kalt, dass der Schwimmausstieg verlegt werden musste. Das bedeutete: weniger Schwimmen, dafür mehr Radfahren. Aus 180 wurden kurzerhand 195 Kilometer.
Die eigentliche Herausforderung liegt jedoch ganz woanders: in den Höhenmetern. Auf der Radstrecke warten rund 3.500 Höhenmeter, beim anschließenden Marathon weitere 1.800. Macht zusammen ungefähr 5.300 Höhenmeter. Oder anders gesagt: Man fährt und läuft gefühlt einmal senkrecht durch Norwegen.
Der Veranstalter beschreibt das auf seiner Homepage sehr treffend mit den Worten:
„A normal Ironman is like a walk in the park.“
Und tatsächlich – nach dem NORSEMAN bekommt dieser Satz eine ganz neue Bedeutung.
Die Strecke führte quer durch die norwegischen Regionen Hordaland, Buskerud und Telemark. Das eigentliche Ziel sollte der Gaustatoppen sein, mit 1.883 Metern der höchste Berg Südnorwegens. Genau dort oben erhalten die Finisher normalerweise ihr begehrtes schwarzes T-Shirt – und vor allem einen Ausblick, den man sein Leben lang nicht vergisst.
Zumindest theoretisch.
Praktisch hatte eine hartnäckige Schlechtwetterfront andere Pläne. Der Gipfel lag komplett im Nebel, sodass der Schlussanstieg aus Sicherheitsgründen gesperrt wurde. Lediglich der spätere Sieger, der Schwede Björn Andersson, durfte noch bis ganz nach oben laufen. Alle anderen mussten bei Kilometer 37,5 des Marathons nach rund 1.000 Höhenmetern umdrehen und zurücklaufen. Statt eines spektakulären Zieleinlaufs auf dem Gipfel endete das Rennen irgendwo auf einer Straße. Nicht ganz die Postkartenkulisse, die man sich nach einem solchen Tag wünscht.
Bleibt die Frage: Warum wollte ich ausgerechnet bei diesem Rennen starten?
Die Antwort begann einige Monate zuvor auf meinem Sofa. In der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift TRIATHLON las ich einen Bericht über den NORSEMAN. Besonders ein Foto ließ mich nicht mehr los: Ein Finisher auf dem Gaustatoppen, im Hintergrund die Fjorde Norwegens. Spätestens da war der Virus gesetzt.
Respekt vor der Distanz hatte ich eigentlich nicht. Auch die vielen Höhenmeter schreckten mich nicht wirklich ab. Schließlich hatte ich bereits 1999 den Trans Swiss Triathlon absolviert – mit 3,5 Kilometern Schwimmen, 225 Kilometern Radfahren, 51 Kilometern Laufen und rund 3.000 Höhenmetern. Damals sprang sogar der 24. Gesamtrang heraus.
Und schlimmer als Hawaii konnte es vermutlich auch nicht werden. Lange, kühle Rennen liegen mir ohnehin deutlich mehr als tropische Hitzeschlachten.
Also machte ich das, was man in solchen Momenten eben macht: Ich meldete mich an.
Denn manchmal ist das Ziel gar nicht das Ziel.
Manchmal ist einfach der Weg dorthin das eigentliche Abenteuer.
Oder war es doch umgekehrt?

Die Crew – die heimlichen Helden des NORSEMAN
Eines war von Anfang an klar: Ohne meine Familie wäre dieses Abenteuer niemals möglich gewesen.
Beim NORSEMAN startet nicht nur der Athlet – die ganze Familie nimmt indirekt am Rennen teil. Eine funktionierende Support-Crew ist hier fast genauso wichtig wie die eigene Fitness.
Schon früh am Morgen ging es los. Während ich mit dem Schiff mitten auf dem Eidfjord zum Schwimmstart gebracht wurde, musste meine Crew mein Rad zum neuen ersten Wechselpunkt transportieren. Dort erwartete mich nach dem Schwimmen eine perfekt eingerichtete Wechselzone. Meine Mädels hatten alles bestens vorbereitet und fest im Griff.
Für sie begann die Arbeit allerdings erst richtig, als meine gerade erst begann.
Während ich mich auf das Rad schwang, mussten die nassen Schwimmsachen verstaut werden. Anschließend hieß es: hinterherfahren, Getränke reichen, Energieriegel anreichen und auf dem ersten Pass sogar eine Windjacke bereithalten. Und das Ganze nicht nur einmal, sondern an zahlreichen Punkten entlang der Strecke.
Anders als bei vielen großen Triathlons übernimmt beim NORSEMAN nicht der Veranstalter die komplette Versorgung. Die eigene Crew sorgt dafür, dass der Athlet nicht verhungert, verdurstet oder auf einem Pass vom Wind weggeblasen wird.
Am zweiten Wechselpunkt in Austbygda wartete bereits die nächste Aufgabe. Laufbekleidung bereitlegen, das Rad sicher im Wohnmobil verstauen und noch einmal kontrollieren, ob alles für die letzten Marathonkilometer bereit ist.
Auch während des Laufens waren meine Mädels weiterhin im Einsatz. Bis zu den Verpflegungspunkten bei Kilometer 7 und 15 begleiteten sie mich, feuerten an und sorgten dafür, dass ich immer ausreichend versorgt war. Danach ging es für sie weiter zum letzten Checkpoint bei Kilometer 37,5.
Dort sollte der große Schlussanstieg auf den Gaustatoppen beginnen. Nach den Regeln des NORSEMAN darf ab diesem Punkt ein Begleiter mit auf den Gipfel. Eine meiner Mädels stand also bereit, um mich auf den letzten, härtesten Kilometern zu begleiten.
Leider machte uns das norwegische Wetter einen Strich durch die Rechnung. Wegen Nebel und schlechter Sicht wurde der Gipfelanstieg gesperrt. Aus dem gemeinsamen Aufstieg zum höchsten Punkt Südnorwegens wurde nichts.
Trotzdem bleibt für mich eines unvergessen:
Während ich offiziell als Teilnehmer in der Ergebnisliste auftauche, haben meine Mädels mindestens genauso viel geleistet wie ich. Nur eben ohne Startnummer, Finisher-Shirt und Medaille.
Und genau deshalb gehört dieser NORSEMAN-Erfolg nicht nur mir allein.

| SWIM |
Schwimmen im Fjord – Kalt, salzig und ziemlich spektakulärFür die Schwimmdisziplin war ich 2005 bestens ausgerüstet. Aquasphere stellte mir einen Ironman Stealth Neoprenanzug zur Verfügung, der sich als echter Glücksgriff erwies. Zusammen mit einem verbesserten und vor allem längeren Armdurchzug – an dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an Nicky Lange – machte sich das deutlich bemerkbar. Plötzlich war ich auf 3,8 Kilometern rund fünf bis sechs Minuten schneller unterwegs als noch in meiner letzten langen Triathlon-Saison 2002. Im Ironman Stealth fühlte ich mich vom ersten Moment an pudelwohl. Besonders die hohe Bewegungsfreiheit im Schulterbereich überzeugte mich. Die Schultern ermüdeten deutlich später, was auf langen Strecken natürlich Gold wert ist. Im Juli 2005 schwamm ich auf der 50-Meter-Bahn im Freibad mit Neoprenanzug eine persönliche Bestzeit von 1:01 Stunden über die Ironman-Distanz. Beim NORSEMAN konnte ich diese Form sogar bestätigen. Mit 1:03:56 Stunden erreichte ich meine bisher schnellste Zeit im freien Gewässer. Da die Strecke per GPS vermessen wurde, gibt es hier keine Ausreden und auch keine Diskussionen über die tatsächliche Distanz. Geschwommen wurde im Eidfjord, der direkt mit dem Meer verbunden ist. Das Wasser war relativ ruhig und nur leicht salzig. Der Geschmack erinnerte mich gelegentlich daran, dass ich mich nicht gerade in einem Schwarzwälder Baggersee befand, störte aber nicht weiter. Worüber ich lieber nicht nachdenken wollte, waren mögliche Mitbewohner des Fjords. Quallen gibt es dort normalerweise reichlich. Ob an diesem Morgen welche unterwegs waren? Keine Ahnung. Und ehrlich gesagt wollte ich es auch gar nicht wissen. Die Tage vor dem Rennen waren von schlechtem Wetter geprägt. Dadurch sank die Wassertemperatur am ursprünglich geplanten Schwimmausstieg in Eidfjord auf nur noch 13,5 Grad. Ursache war ein eiskalter Gebirgsfluss, der an dieser Stelle in den Fjord mündete. Eigentlich hätte die Schwimmstrecke deshalb verkürzt werden müssen. Doch die Norweger fanden eine deutlich kreativere Lösung. Kurzfristig wurde eine Autofähre organisiert, die uns zu einem weiter entfernten Ausstiegspunkt brachte. Dort sollte das Wasser immerhin angenehme 16 Grad haben. „Angenehm“ ist in diesem Zusammenhang natürlich ein dehnbarer Begriff. Der Start selbst war alles andere als gewöhnlich. Wir standen auf einer geöffneten Seitenklappe eines Kutters, zwei bis drei Meter über der Wasseroberfläche. Um 4:45 Uhr durchbrach schließlich das Signalhorn des Schiffes die morgendliche Stille. Endlich ging es los. Der Schwimmausstieg in Brimnes war dann mindestens genauso spektakulär wie der Start. Statt gemütlich über einen Strand aus dem Wasser zu laufen, mussten wir über glitschige Felsen aus dem Fjord klettern. Ohne die helfenden Hände der Streckenposten wäre ich vermutlich heute noch dort unten beschäftigt. Bei jeder falschen Bewegung kündigten sich bereits Krämpfe in den Beinen an. Gegen die Kälte hatte ich mich zusätzlich mit einer zweiten Silikon-Badekappe von Aquasphere geschützt. Erlaubt waren sogar Neoprenhauben und Neoprenfüßlinge. Das allein sagt eigentlich schon alles über die Bedingungen. Willkommen beim NORSEMAN.
Bike – Norwegens Berge kennen kein ErbarmenDie um etwa zehn Kilometer verlängerte Radstrecke sah ich keineswegs als Nachteil. Ganz im Gegenteil. Dadurch hatte ich etwas mehr Zeit, mich entlang des Eidfjords einzufahren und mich mental auf das vorzubereiten, was noch kommen sollte. Beim ursprünglich geplanten Schwimmausstieg wäre nämlich sofort „Kette links!“ angesagt gewesen. Ohne Vorwarnung hätte es direkt von Meereshöhe auf rund 1.250 Meter über dem Meeresspiegel hinaufgehen sollen. Und zwar über die sogenannte „Tourist Road“, eine alte Bergstraße mit durchgehend etwa sieben bis acht Prozent Steigung. So konnte ich wenigstens noch ein paar Kilometer die Beine sortieren, bevor der Ernst des Lebens begann. Der Anstieg nach Dyranut hatte es dennoch in sich. Oben angekommen wurden wir von dichtem Nebel und unangenehmen Temperaturen empfangen. Die Aussicht, für die Norwegen eigentlich berühmt ist, blieb komplett verborgen. Statt spektakulärer Bergpanoramen gab es eine kostenlose Nebelwand. Zum Glück wartete dort meine Crew bereits auf mich. Windjacke anziehen, PowerBar-Riegel einstecken, Trinkflasche wechseln und weiter ging’s. Was danach folgte, war die Belohnung für die ganze Kletterei. Mit bis zu 82 km/h schoss ich über das Hardangervidda-Hochplateau Richtung Geilo. Die Strecke führte rund 50 Kilometer wellig bergab und ließ die Beine zumindest kurz vergessen, was noch kommen würde. Nach etwa 100 Kilometern begann dann allerdings der Abschnitt, den ich als den härtesten des gesamten Radkurses in Erinnerung habe. Vier lange Anstiege hintereinander. Jeder einzelne mit rund sieben Prozent Steigung. Der kleine Trost: Die Abfahrten wurden länger und etwas angenehmer. Allerdings nur bis zum letzten Hügel. Der hatte offenbar beschlossen, noch einmal deutlich zu machen, wer hier das Sagen hat. Fast ohne Serpentinen führte die Straße mit bis zu zehn Prozent Steigung erneut auf rund 1.250 Meter Höhe. Eine Rampe, die scheinbar direkt in den Himmel gebaut worden war. In diesem Moment war ich mehr als froh über meine Bergübersetzung von 39/27. Von lockerem Kurbeln konnte zwar keine Rede sein, aber zumindest bewegten sich die Pedale noch in die richtige Richtung. Was die Strecke trotz aller Strapazen zu etwas Besonderem machte, war die Landschaft. Hinter jeder Kurve wartete ein neues Panorama. Fjorde, Seen, kahle Hochebenen, grüne Täler und schroffe Berglandschaften wechselten sich ständig ab. Langeweile hatte auf dieser Strecke keine Chance. Auf der letzten Abfahrt begann es stellenweise zu regnen. Mit hoher Geschwindigkeit in Aero-Position über den nassen Asphalt zu fliegen, hätte schnell zum norwegischen Kamikaze-Rennen werden können. Darauf verzichtete ich dann doch lieber. Schließlich ging es hier nicht um Millionen oder einen Profivertrag. Eigentlich nur um ein T-Shirt. Und dafür wollte ich nun wirklich nicht meine Knochen riskieren. Nach 195 Kilometern zeigte mein Tacho einen Schnitt von knapp 28 km/h. Nach genau sieben Stunden erreichte ich die zweite Wechselzone in Austbygde am Tinnsjøen-See. Ziemlich nass. Ziemlich ausgekühlt. Aber auch ziemlich zufrieden. Sowohl meine Zeit als auch meine Platzierung lagen voll im Plan. Nach dem guten Schwimmen war das bereits die zweite Disziplin, mit der ich mehr als zufrieden sein konnte. Die vielen Trainingskilometer hatten sich offensichtlich bezahlt gemacht. Vielleicht waren die zehn Bodensee-Umrundungen im Training doch keine so verrückte Idee gewesen. RUN Run – Der Kampf gegen den Berg und den inneren SchweinehundDer Marathon begann eigentlich genau so, wie man es sich nach fast zehn Stunden Wettkampf nur wünschen kann. Die Temperatur lag bei angenehmen 12 bis 14 Grad, die Beine fühlten sich überraschend gut an und alles schien nach Plan zu laufen. Vielleicht sogar etwas zu gut. Voller Zuversicht lief ich die ersten Kilometer in einem Fünfer-Schnitt an. Mein Puls pendelte sich bei etwa 130 Schlägen ein – ein Wert, der mich optimistisch stimmte. Zumindest für die ersten Minuten hatte ich das Gefühl, heute könnte alles funktionieren. Der erste Verpflegungspunkt bei Kilometer 7 war schnell erreicht. Dort wartete bereits meine Crew mit Kamera, Trinkflasche und aufmunternden Worten. Nach einem kurzen Stopp ging es sofort weiter. Die Strecke führte zunächst fast eben am Tinnsjøen-See entlang. Wunderschöne Landschaft, angenehme Temperaturen und noch halbwegs frische Beine – so durfte es gerne weitergehen. Tat es aber nicht. Spätestens bei Kilometer 15 kam die Realität zurück. Die Beine verloren ihre anfängliche Leichtigkeit, der Schritt wurde kürzer und die Geschwindigkeit nahm langsam aber sicher ab. Gleichzeitig sank mein Puls sogar auf 125 Schläge. Ein sicheres Zeichen dafür, dass mein Körper inzwischen andere Prioritäten hatte als schnelles Laufen. Als wäre das nicht genug, setzte nun auch noch Regen ein. Zusammen mit einem deutlichen Temperatursturz sorgte das für zusätzlichen Spaß auf der Strecke. Zum Glück standen meine Mädels ein letztes Mal am Straßenrand bereit. Sie reichten mir meine Windjacke, die ich diesmal ohne jede Diskussion dankbar annahm. Bei Kilometer 20 tauchte dann zum ersten Mal der Gaustatoppen vor mir auf. Zumindest teilweise. Denn der eigentliche Gipfel war nicht zu sehen. Die obere Hälfte des Berges verschwand komplett in dichten Nebelschwaden. Schon beim Anblick war mir klar, was das vermutlich bedeutete. Keine guten Nachrichten. Der Verpflegungspunkt bei Kilometer 25 markierte gleichzeitig das Ende der gemütlichen Phase. Ab hier begann der eigentliche NORSEMAN. Die Straße schraubte sich in endlosen Serpentinen mit acht bis zehn Prozent Steigung den Berg hinauf. An Laufen war kaum noch zu denken. Schnelles Gehen war deutlich effizienter und vor allem angenehmer. Interessanterweise schien es meinen Konkurrenten ähnlich zu gehen. Die Abstände blieben nahezu unverändert. Offenbar litten wir alle gemeinsam. Dann kam Kilometer 32. Mitten auf der Straße stand der Rennleiter persönlich und informierte alle Athleten über die Entscheidung, die sich bereits angedeutet hatte: Der Gipfel war wegen des Wetters gesperrt. Das eigentliche Ziel auf dem Gaustatoppen würde es an diesem Tag nicht geben. Nach dem letzten Checkpoint bei Kilometer 37,5 sollten wir umdrehen und zurücklaufen. Das neue Ziel lag weiter unten auf der Straße. In diesem Moment war mir klar: Jetzt zählt nur noch die Platzierung. Alle Reserven mussten auf den Tisch. Ab diesem Punkt wurde nicht mehr gegangen. Nur noch gelaufen. Oder besser gesagt: gekämpft. Die Füße schmerzten, die Beine brannten und jeder Meter tat weh. Aber der innere Schweinehund war längst besiegt. Jetzt ging es nur noch darum, alles aus mir herauszuholen, was nach diesem langen Tag noch übrig war. Etwas schade war der Zieleinlauf dann schon. Kein Gipfel. Kein spektakuläres Panorama. Kein Zielbanner. Irgendwo auf einer Straße lief man einfach über die Ziellinie. Und trotzdem war das Gefühl unbeschreiblich. Denn trotz aller Widrigkeiten war der NORSEMAN eines der beeindruckendsten Rennen, die ich jemals erlebt habe. Kein anderer Triathlon, an dem ich zuvor teilgenommen hatte, war auch nur annähernd damit vergleichbar. Nach 13 Stunden und 1 Minute erreichte ich das Ziel. Die Bilanz konnte sich sehen lassen: 30. Platz gesamt von 139 Finishern bei 151 Startern Eine Belohnung für viele Monate Training, zahllose Kilometer und einige Entbehrungen. Und auch wenn ich an diesem Tag den Gipfel des Gaustatoppen nicht erreichen durfte: Für mich fühlte es sich trotzdem an, als hätte ich ihn bezwungen. |

